• Quinta de Santa Luzia - Madeira island
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Lord Kelvin

Lord Kelvin, der weithin renommierte Wissenschaftler, Erfinder und Ingenieur, besuchte im Juni 1873 eher unfreiwillig Madeira, als er, während er ein transatlantisches Kabel nach Brasilien verlegte, einen unvorhergesehen Zwischenaufenthalt auf der Insel einlegen musste. Auf der Quinta Santa Luzia traf er Fanny Blandy, die zweite Tochter von Charles Ridpath Blandy. Die beiden freundeten sich an und Lord Kelvin brachte Fanny das Flaggenalphabet bei. Als er 1874 mit seiner Yacht Lalla Rookh nach Madeira zurück kam, machte er ihr noch vom Schiff aus mit den Signalflaggen einen Heiratsantrag. Er signalisierte “Willst Du mich heiraten?”. Sie erwiderte von der Quinta aus: “Ja”.

The red jacket sailing shipDie Red Jacket

Im Jahre 1883 kaufte das Unternehmen meiner Familie die Red Jacket, einen Klipper (als einzigem Schiff seiner Gattung war es diesem Boot gelungen, mehr als 400 Meilen an einem einzigen Tag zu segeln) und “degradierte” sie zu einem Kohletransporter, der vorbeifahrende Schiffe versorgte. Während eines Sturms erlitt die Red Jacket 1885 Schiffbruch. Ihr Holz, in erster Linie Pech-Kiefer, wurde beim Umbau des Haupthauses der Quinta Santa Luzia im Jahre 1901 verbaut. Insbesondere die Böden und der Treppenaufgang wurden aus dem Holz Red Jacket gefertigt und tragen so zum einzigartigen Charme des Hauses bei.

Levadas – Ein einzigartiges System aus Bewässerungsläufen

Der Bau der ersten Levada wird in historischen Aufzeichnungen für das Jahr 1492 vermerkt und fand entlang der Rua da Levada de Santa Luzia statt, der Straße, die oberhalb des Grundstücks verläuft. Die Wasserbewirtschaftungsgesellschaft “Levada de Santa Luzia” war dann auch die erste Gesellschaft, die die Verteilung von Wasserrechten organisierte. Sie wurde 1515 gegründet. Das Wasser, dass wir zur Bewässerung auf der Quinta nutzen, stammt auch heute noch aus der Levada Santa Luzia und obwohl wir unsere Bewässerungsanlagen zwischenzeitlich modernisiert haben, sind die kleineren Levadas auf dem Gelände immer noch intakt und werden von Zeit zu Zeit genutzt.

marx brothersDie “Marx brothers”

Hierbei handelt es sich um vier Granitstatuen, die nach der Komikertruppe “Marx Brothers” benannt wurden. Ihre genaue Herkunft ist unbekannt, sie wurden nach einem Schiffsunglück in der Nähe von Funchal gefunden. Angeblich stolperte Elia Monier Vinard, die auf der Quinta de Achada (heute Jardins do Lago) lebte, zufällig über die Statuen und erzählte ihren Freundinnen davon auf einer Teeparty. Eine dieser Freundinnen war Elinor Oldes Blandy, die wiederum auf der Quinta de Santa Luzia wohnte. Elinor ergriff die Gelegenheit beim Schopfe und kaufte Elia die Statuen vor der Nase weg. Wenig überraschend zerstritten sich die beiden deswegen. Der Streit dauerte jedoch nicht lange, denn bald darauf heiratet Elinors Sohn John Sylvie Monier Vinard, Elias Tochter, und das Ehepaar hatte 4 Kinder.


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